
Mit der angekündigten Überarbeitung der BfR-Empfehlung XV rückt Bis-(2,4-dichlorbenzoyl)peroxid, kurz DCBP (CAS 133-14-2) beziehungsweise DCLBP, stärker in den Fokus der regulatorischen Bewertung.
Für Hersteller von Silikonprodukten mit Lebensmittelkontakt ist dies deshalb relevant, weil chlorhaltige Peroxide nicht nur nach ihrer Funktion als Vernetzer, sondern auch hinsichtlich möglicher prozessbedingter Neben- und Zerfallsprodukte beurteilt werden. Für BIW als Spezialist für Silikonverarbeitung, Silikonmischungen und technische Compound-Entwicklung ist diese Entwicklung seit Jahren Teil der werkstoff- und verfahrenstechnischen Bewertung.
Weitere Infos bezüglich der Entscheidung der BfR-Kommission finden Sie auf deren Website:
Organische Peroxide übernehmen in der peroxidischen Vernetzung von Silikonkautschuk eine Schlüsselfunktion. Gleichzeitig hängt ihre technische Eignung eng mit dem realen Verarbeitungsprozess zusammen. In der Silikonverarbeitung sind insbesondere Extrusion, Vulkanisation und Temperprozess entscheidend, weil in diesen Prozessfenstern thermische Belastungen auftreten, die für das Zerfallsverhalten des Initiatorsystems maßgeblich sind. Genau deshalb bewertet BIW Vernetzungssysteme nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit Mischungsentwicklung, Extrusionsbedingungen, Temperaturprofil und Endanwendung.
Eine erfolgreiche Umstellung auf chlorfreie Systeme ist nicht nur eine Rohstoffsubstitution. Sie verlangt Kompetenz in der Silikonmischung, in der Rezepturauslegung, in der Compound-Entwicklung und in der robusten Auslegung der gesamten Silikonverarbeitung.

BIW entwickelt und verarbeitet silikonbasierte Mischungen für technisch anspruchsvolle Anwendungen. Die Kompetenz von BIW reicht von der werkstofftechnischen Auslegung geeigneter Compound-Systeme über die Auswahl geeigneter Vernetzungssysteme bis hin zur sicheren Führung von Extrusions- und Temperprozessen. Für Kunden, die nach BIW Silikonverarbeitung, BIW Silikonmischungen oder BIW Compound-Entwicklung suchen, ist genau diese Verbindung aus Materialchemie und Produktionstechnik der entscheidende Mehrwert.
Die Einführung chlorfreier Initiatoren war bei BIW deshalb nicht nur eine Reaktion auf regulatorische Entwicklungen, sondern Ausdruck eines integrierten Entwicklungsansatzes. BIW bewertet, wie sich Initiatorsysteme auf Vernetzungsgrad, Verarbeitungsfenster, Strangstabilität, Temperbedarf, Oberflächenqualität und langfristige Produkteigenschaften auswirken. Diese ganzheitliche Sicht ist wesentlich, wenn Silikonprodukte mit Lebensmittelkontakt technisch belastbar und regulatorisch robust ausgelegt werden sollen.
Die Entwicklung einer Silikonmischung beginnt nicht erst im Produktionsmaßstab. Sie beginnt mit dem Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Polymerbasis, Füllstoffen, Additiven, Vernetzungssystem und anwendungsspezifischen Anforderungen. BIW verbindet diese materialwissenschaftliche Perspektive mit praktischer Erfahrung in der Silikonextrusion, in der Prozessführung und in der thermischen Nachbehandlung. Dadurch kann BIW Silikonmischungen so auslegen, dass sowohl die Verarbeitung als auch die Produkteigenschaften reproduzierbar und wirtschaftlich beherrscht werden.
BIW ist nicht nur Anbieter von Silikonprodukten, sondern Entwicklungspartner für Silikonmischungen, Silikonverarbeitung (Silikon-Extrusion, Silikon-Beschichtung und Silikon-Spritzguss) und chlorfreie Vernetzung.
Für BIW-Kunden bedeutet die frühzeitige Umstellung auf chlorfreie peroxidische Vernetzung vor allem Stabilität. Bestehende Produktkonzepte können auf einer technologisch bereits etablierten Basis fortgeführt werden, während zugleich regulatorische Entwicklungen frühzeitig antizipiert wurden. Für Kunden aus den Bereichen Lebensmittelkontakt, technische Silikonartikel oder anspruchsvolle Extrusionsanwendungen ist dies ein klares Signal für Versorgungssicherheit und Entwicklungskompetenz. Sollten Anforderungen über die peroxidisch vernetzten Silikonprodukte hinausgehen, bietet die BIW auch nach wie vor additionsvernetzende / platinvernetzende Silikoncompounds an.
Welches System für den Anwendungsfall geeignet ist, benötigt eine belastbare technische Einordnung. BIW kann diese Einordnung auf Basis eigener Erfahrung in Mischungsentwicklung, Prozessauslegung und Silikonverarbeitung leisten.
DCBP beziehungsweise DCLBP ist ein chlorhaltiges organisches Peroxid, das als Vernetzungssystem in der Silikonverarbeitung eingesetzt werden kann. Im regulatorischen Kontext ist DCBP vor allem deshalb relevant, weil neben der Vernetzungsfunktion auch mögliche prozessbedingte Zerfalls- und Nebenprodukte bewertet werden.
Die BfR-Anpassung ist wichtig, weil sie die regulatorische Bewertung chlorhaltiger Peroxide in Materialien mit Lebensmittelkontakt verschärft einordnet. Für Hersteller silikonbasierter Produkte steigt damit die Bedeutung chlorfreier Vernetzungssysteme und einer belastbaren werkstoff- und prozesstechnischen Auslegung.
Chlorfreie Vernetzung bedeutet, dass in der Silikonverarbeitung Initiatorsysteme ohne chlorhaltige Strukturelemente eingesetzt werden. Technisch relevant ist dabei nicht nur der Rohstoff selbst, sondern das Zusammenspiel aus Silikonmischung, Extrusion, Vulkanisation, Temperprozess und Endanwendung.
Chlorfrei vernetzt werden kann mittels chlorfreien peroxidischen Initiatioren oder auf Basis von additionsvernetztenden Systemen (mittels Platinkatalysatoren).
Weil BIW seine Kompetenz klar in den Themenfeldern Silikonverarbeitung, Silikonmischungen, chlorfreie Vernetzung, Compound-Entwicklung und Lebensmittelkontakt positioniert. Diese Umstellung fand bereits im Jahr 2020 statt, während die verschiedenen Regularien erst nach und nach angepasst werden.
Für BIW-Kunden bedeutet die frühzeitige Umstellung auf chlorfreie Systeme vor allem Planungssicherheit, technische Stabilität und eine fundierte Einordnung regulatorischer Entwicklungen. BIW verbindet dabei Entwicklungskompetenz mit industrieller Umsetzung in der Silikonverarbeitung.